Straßenverkehrsdelikt in Berlin

Nach einer telefonischen Erstberatung traf sich der Detektiv kurzfristig und persönlich mit dem Unternehmer. Bei dem vertraulichen Gespräch erläuterte Herr K. den Vorfall aus seiner Sicht. Er sei fast täglich zwischen Schwerin und Berlin geschäftlich mit dem PKW unterwegs und hierbei sei es im Dezember 2008 zu folgendem Vorfall gekommen: Herr K. näherte sich auf der rechten Fahrspur zwei vorausfahrenden Fahrzeugen, einem Opel Kadett, der wiederum hinter einem Omnibus fuhr. Herr K. entschloss sich, rechtzeitig beide Fahrzeuge zu überholen – und wechselte auf die freie linke Spur unter Betätigung des Blinkers. Mitten im Überholvorgang scherte der Opel Kadett plötzlich und ohne Blinkzeichen auf die linke Fahrbahn aus und zwang Herrn K. zu einer sehr starken Abbremsung, so dass nur schnelle Reaktion und beherztes Vorgehen einen Unfall vermeiden halfen. Zwei Wochen später erhielt Herr K. eine Anzeige vom Amtsgericht Schwerin, demzufolge sich der Vorfall aus Sicht des Opel-Fahrers angeblich ganz anders abspielte. Dieser führte zudem noch eine Zeugin auf, die sich angeblich aus Eigeninitiative als Beobachterin des Herganges dem Opel Fahrer zur Verfügung stellte. Es kam zu einem Prozess, bei dem Herr K. eine Geldstrafe von € 5.000,00 und ein Fahrverbot von sechs Monaten erhielt. Dieses Urteil stellte Herrn K. nicht nur vor eine Existenz-, sondern auch vor eine Grundsatz-Frage. Darf ein derartiges Verkehrsvergehen, verstärkt durch eine Falschaussage, dazu führen, dass der Verursacher unbehelligt bleibt und der vermeintlich Betroffene zu unrecht bestraft wird? Der Detektiv erhielt die Hintergrunddaten und begann mit den Ermittlungen im Umfeld der Beteiligten. Hierbei verliefen die Recherchen zunächst in einer Sackgasse. Die Zeugin war von Beruf Versicherungskauffrau, der Opel Fahrer Kraftfahrzeugschlosser. Auch bei der Überprüfung der Adressen konnte der Detektiv keine Auffälligkeiten feststellen. Weiterführende Ermittlungen ergaben, dass die Zeugin Geschäftsführerin, der Opel Fahrer aber Gesellschafter ein und derselben Makler Agentur war. Der Detektiv stellte weiter fest, dass der Opel Fahrer sogar seit mehreren Jahren Mehrheitsgesellschafter war. Noch interessanter war jedoch das Resultat, dass die Zeugin an dem besagten Tattag nachweislich einen Termin in Potsdam wahrgenommen hatte. Herr K. beziehungsweise sein Anwalt konnte in Berufung gehen und wurde durch die eindeutigen Beweise und Zeugenschaften der Detektei Astor frei gesprochen. Die Detektivkosten konnten bei der Gegenseite erfolgreich eingeklagt werden.